Stadtspaziergänge


(Autor Gabriel Ordinas Marcé)

1. EL PORT DE SÓLLER

Ausgangs punkt des resten Spaziergangs ist das Restaurant Marisol, dessen Gebäude an eine alte Bahnhofsstation erinnert. Als solche wurd es im Jahre 1913 tatsächlich entworfen. Wenn sie die rechterhand liegenden Souvenirläden und Geschäfte hinter sich lassen und nach links abbiegen, gelangen Sie zum Moll de Fora, welcher zwischen 1930 und 1935 zur Erweiterung und Modernisierung der Riba, der früheren Geschäfts-und Handelszone, errichtet wurde. An der Riba wurden einst Johannisbrot-und Zitrusfrüchte und andere typische Produkte der Talregion für den Seetransport zur Halbinsel bzw. nach Südfrankreich abgefertigt und auf Feluken, Schebeken, Brigantinen, Gaffelschoner und Dampfschiffe geladen. Von hier aus kann man eine der interessanten und gut organisierten Bootsfahrten zu verschiedenen Ausflugszielen an der Nordküste unternehmen. Unter anderem werden Fahrten nach Torrent de Pareis, Sa Calobra, Tuent, die Bucht von Deià, Sa Foradada und Sant Elm angeboten. Wenn man weiter an der Meeresküste entlang spaziert, gelangt man zu den Docks, an denen die Schiffe instand gesetzt und gestrichen werden, und dann zur Warenbörse und zur Fischermole. Anschließend können Sie den Stadtteil Santa Caterina besichtigen. In diesem typischen Viertel gewinnen Sie einen Einblick in das Leben der Fischer. Beginnen Sie Ihren Spaziergang an der Steigung des Carrer de Santa Caterina, in Höhe der Kreuzung zum Camí del Cingle, wo sich die letzten Geschäfte der dem Hafen gegenüber liegenden Ladenzeile befinden. Die dortigen Gebäude wurden im Stil des Modernismus der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gestaltet. In diesem Straßenabschnittwerden Ihnen mit Sicherheit die Fisch- und Löwenskulpturen der Balkontragsteine an der Casa El Pirata (Hauseingang Santa Caterina, 8) und die Fassade an der Casa Can Cardell (Santa Caterina, 18) auffallen. Weiter geht es über die links neben einem öffentlichen Brünnchen gelegene Freitreppe zum Carrer Sant Ramon de Penyafort, zur gleichnamigen Kapelle, welche sich am Ende der Straße befindet und von Zypressen flankiert wird. Die Kapelle Sant Ramon de Penyafort wurde Mitte des 17. Jahrhunderts im neoklassischen Stil errichtet und von den fischern finanziert. Sie befindet sich in der Nähe der Stelle, von welcher aus der Heilige Raimund von Peñafort der Legende nach seine Reise nach Barcelona unternhm. Die mit Kalk geweißte Zementfassade der Kapelle ist weitestgehend schmucklos gehalten; nur im oberen Bereich wurde ein Oberlicht aus buntglas eingelassen. Durch das Portal gelangen Sie ins Innere der Kapelle, deren einziges Kirchenschiff von einer Tonnendecke überspannt wird. Der Grundriss der Kapelle ist rechteckig. Ab dem Jahre 1936 wurde das Haus für den Gottesdienst gesperrt und der Verwaltung durch das Marine-Ministerium unterstellt. Im Zuge der Übernah der Kapelle durch das Ministerium wurde der Altaraufsatz aus der Apsis in die heutige Pfarrkirche Sant Ramon de Penyafort überführt, welche demnächst im Rahmen der geplanten Sanierung der Hafenseite restauriert werden soll.

Wenn Sie Ihren Spaziergang über die neben der Kapelle gelegene Freitreppe fortsetzen, gelangen Sie auf den Carrer de Santa Apol.lònia. Hier können Sie nach links in Richtung Mirador de Santa Caterina abbiegen und die zahlreichen archiektonischen Ornamente, die den typischen Charakter des Fischerviertels ausmachen, in Augenschein nehmen. Durch den kürzlich sanierten Carrer de Llevant und den anschließenden Carrer de Mallorca gelangen Sie zum Aussichtsturm Miranda de Santa Caterina, von den aus die Fischer die Wetterentwichklung beobachten. Hier bietet sich Ihnen eine wunderbare Aussicht auf das Tramuntana-Gebirge, das Meer und die Felsküste um die Hafeneinfahrt. Im Westen erhebt sich die im 13. Jahrhundert erbaute Kapelle Santa Caterina, welche im Jahr 1542 von algerischen Piraten und ihrem anführer Dragut niedergerissen und acht Jahre später wieder aufgebaut wurde. Im Mittelalter gehörte die Kapelle zu den beliebtesten Gotteshäusern und galt als wichtigste Pilgerstätte des Tals überhaupt. Seit dem Jahr 1998 wird das Gotteshaus restauriert. Als typische Elemente der ursprünglichen Bausubstanz blieben das Rundbogenportal aus Keilstein, das Rundfenster des einstigen Wehrturms aus dem 16. Jahrhundert, die Apsis mit dem eingelassenen trichterförmigen, an eine Schießscharte erinnernden Fenster, die Giebel sowie die Glockenwand mit ihrem Rundbogen, welche anstelle eines Kirchturms errichtet wurde, erhalten. Das rechts neben dem Portal aufgestellte Steinkruzifix (1692) zeigt auf einer Seite die Christusfigur und auf der anderen das Sanktissimum. Zu beiden Seiten des Kruzifixes ist Blumenschmuck angebracht. Vord dem Portal sehen Sie das Tonnengewölbe des Turms und die unterirdische Zisterne. Im Innenhof finden Sie rechterhand die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kapelle, welche durch zahlreiche architektonische Elemente aus verschiedenen Stilepochen bereichert wurde. Der von hier aus anschließende Grang führt Sie zum Restaurant des Aussichtsturms, vorbei an einer Nische, welche das Bildnis der Heiligen Caterina beherbergt, und dem zum Garten führenden Rundportal.

Im anschluss an die Besichtigung der Kapelle und des Aussichtsturms können Sie nach links abbiegen und den Carrer de Santa Caterina hinunter laufen. Von den auf der rechten Straßenseite gelegenen Gärtchen aus bietet sich ein reizvoller Ausblick auf die Bucht und die Dächer des Fischerviertels. Im Vorbeigehen können Sie das modernistische Gebäudes des Carrer de Santa Caterina Nr. 48 sowie die ein paar Schritte weiter gelegene, von Antoni Vicens erbaute Residenz Can Codony (Santa Caterina 44) aus dem Jahre 1908 besichtigen.

Vorbei am linkerhand gelegenen Gasthaus Sa Posada de s’Artesà (Carrer Marina 16) erreicht man nach etwa hundert Metern die Fußängerzone Carrer de Jaume Torrens mit zahlreichen Restaurants, Geschäften und Lebensmittelläden, die zur Plaça de Joan Miró führt. Wenn Sie nach rechts in den Carrer del Canonge Oliver hinein gehen, gelangen Sie, an der Casa del Mar (Carrer Canonge Oliver 14) vorbei, auf direktem Wege zur Pfarrkirche Sant Ramon de Penyafort, mit deren Bau im Jahre 1938 begonnen wurde. Links sehen Sie den Kirchturm aus dem Jahr 1964 mit seiner quadratischen Grundfläche, welche sich im letzten Abschnitt zu einem Achteck erweitert. Cas Kirchenschiff mit seine rechteckigen Grundfläche wurde ohne Seitenschiffe konzipiert. Das Gebäude wird von einem Satteldach überspannt. Die zu beiden Seiten des Schiffs angeordneten Seitenkapellen sind der Verehrung des Jeus von Nazareth, der Heiligen Katharina von Alexandria, der Muttergottes vom Karmelberg, des Heiligen Raimund von Peñafort und des Heiligen Antonius von Viana gewidmet. Vom Schiff gehen ferner ein Seitenportal und die Sakristei ab. Hier beeindruckt der kleine Altaraufsatz zu Ehren der Heiligen Katharina von Alexandria aus dem Jahre 1574, velcher ursprünglich seinen Platz im Altarraum der Kapelle Santa Caterina hatte und von dem Tischler Llucià Arbona und dem Maler Mateu López geschaffen wurde. Vor dem hölzernen aufsatz im Renaissane-Stil ist eine farbige Statue der Heiligen aufgestellt. Ebenfalls erwähnenswert ist der aus Holz gefertigte Altaraufsatz von Sant Ramon de Penyafort, welcher aus dem Altarraum der im 17. Jahrhundert erbauten gleichnamigen Kapelle überführt wurde.

Vor dem Altar im Chorraum beeindruckt eine Statue des Heiligen Christus der Gesundheit (17. Jahrhundert) aus der Kapelle der Schwestern der barmherzigkeit in Sóller. Rechts vom Altar befindet sich die Taufsäule und linkerhand steht ein großer Kurpferkessel, in welchem die Fischer einst Kiefernrinden einweichten, um Ihre Taue und Netze braun zu färben. Heute dient der Kessel lediglich der Dekoration.

Nach dem Rundgang durch die Pfarrkirche befinden Sie sich erneut auf dem Carrer Canonge Oliver. Wenn Sie den Carrer Torrent de la Figuera überqueren, anschließend nach links abbiegen und die am Ende der Geschäftszeile gelegene Freitreppe hinaufsteige gelangen Sie zum einstigen Herrensitz am Hafen, dem heutigen Hotel Es Port.Dieses im Stil der mallorquinischen Landhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts erbaute Herrenhaus hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Vor der Esplanade mit dem üppigen, gepflegten Garten erhebtsich der quadratische, von einem Satteldach überdeckte Wehrturm, welcher den einstigen Bewohnern des Herrensitzes als Festung und Fluchtburg für den Angriffsfall diente. Der Wehrturm verfügt über einen Raum mit Kreuzrippengewölbe, in dessen Schlussstein ein christliches Anagramm eingraviert ist. Daher wird vermutet, dass er einst als Kapelle genutzt wurde. Durch ein Rundportal und den ans anschließenden Windfang gelangt man zu den Wohnräumen (1614-1646). Rechterhand des Windfangs befinden sich die Stallräume für die Pack-und Satteltiere. Linkerhand vom Stall schließt die 1728 errichtete Kapelle mit ihrem rechteckigen Raum an. Vor dem Altaraufsatz im barocken Stil steht eine farbig gestaltete Statue des Heiligen Joseph, welcher das Jesuskind an seiner Hand führt. Durch die linke Tür gelangt man zur ehemaligen Küche, wo sich heute die Hotelrezeption befindet. Hier erinnern die alte bäuerliche Kochstelle und Werkzeuge und Waffen aus dem 17. und 18. Jahrhundert an die Vergangenheit. Durch die hintere Türgeht es in den Keller, wo sich früher die Mostkufe (1747) befand, und eine praktisch einwandfrei erhaltene Ölmühle zu sehen ist. Nach Ihrem Rundgang durch das Hotel Es Port können Sie über die Freitreppe an den Straßengeschäften vorbei zum Strand hinunterschlendern. Dort gehen Sie nach links und setzen Ihren Spaziergang auf der Strandpromenade fort. Am “Embarcador des Traves“, dem vor der Hafeneinfahrt gelegenen Ladeplatz, lohnt es sich, einen Moment zu verweilen, denn hier fallen drei bemerkenswerte Bauten auf. Links der Hafeneinfahrt sehen Sie den 1859 errichteten Leuchtturm von Sa Punta Grossa und Cap Gros. Zur Rechten, nur vier Meter vom Gehsteig entfernt, können Sie auf der Anhöhe, unter der eine von der Meeresseite her zu erreichenden Naturhöhle liegt, die Überreste des alten Leuchtturms von Des Bufador/Sa Creu erkennen. Dieser Leuchtturm wurde zwischen 1862 und 1864 nach den Plänen des Ingenieurs Emili Pou errichtet und befindet sich 11 Meter über dem Meeresspiegel. Als sich herausstellte, dass der Tum den Sicherheitskriterien nicht mehr genügte, begann man ganz in der Nähe mit dem Bau des neuen Leuchtturms von Sa Creu, welcher etwas verkeilt in der Landschaft erscheint. Obwohl der Bau aus der Zeit zwischen 1928 und1930 stammt, wurde der Turm erst 1945 in Betrieb genommen. Der kegelstumpfförmige Bau erreicht eine Höhe von etwa 13m. Wenn Sie Ihren Spaziergang auf der Strandpromenade fortsetzen, gelangen Sie zur Plaça de la Torre. Von hier aus können Sie rechterhand eine große Rundmauer erkennen, welche zur Torre de L’Alcaid, der histoirschen Hafenfestung, gehörte. Diese Festung wurde zwischen 1543 und 1545 errichtet, um Piratenangriffe abzuwehren. Wir erinnern daran, dass im Jahr zuvor die Kapelle Santa Caterina bei einem solchen Angriff zerstört wurde. Heute befindet sich der Turm in Privatbesitz und wird zum Teil als Wohnsitz genutzt. Das in den mittleren Keilstein des Eingangsportals eingravierte Wappen von Sóller aus dem Jahre 1545 gehört zu den ältesten Wappen überhaupt.

Auf der Plaça de la Torre, wo auch die Straßenbahn hält, sind Sie am Endpunkt unserer ersten Stadtroute angelangt.

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2. SÓLLER I (Der Carrer Isabel II, das Kulturhaus und die Pfarrkirche)

Ausgangspunkt dieses Spaziergangs ist die im Westen von Sóller gelegene Eisebahnstation. Hier sehen Sie zunächst zwei Gedenkplatten zu Ehren des Bauhern Jeroni Estades und des “Dichters der Orangenbäume“, Josep Lluís Pons i Gallarza. Zu Ihrer Linken liegt die Plaça d’Espanya und rechterhand befindet sich das Fremdenverkehrsbüro, welches in einem für den neuen Zweck umgerüsteten Postwagen aus dem Jahre 1912 untergebrach ist. Von hier aus genießen Sie freie Sicht auf die Kirche und den Glockenturm. Zu Ihrer Linken liegt eine der beliebtesten Spaziermeilen der Stadt: der Carrer d’Isabel II, auf welcher Sie Zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem an der Ecke zum Carrer d’en Canals (Canals Nr. 1) untergebrachten barocken Gasthaus Ca s’Hereu gelangen. Der Gravur am Fenster ist zu entnehmen, dass da Gebäude um 1786 erbaut wurde. An der Bausubstanz fallen insbesondere das herrliche Rundportal aus Stein Sowie die außergewöhnlichen Öffnungen in der Vorhalle auf. Der Carrer d’Isabel II hält noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten bereit – so zum Beispiel das Geburtshaus von Guillem Colom Casasnoves, die bemalten Dachziegel am Haus Nr. 25, die kleinen Straßenaltare, welche die Stationen des Kreuzwegs markieren, der modernistische Palais Can Mart (Nr. 29) und das Gasthaus Monnàber (Nr. 37), in welchem der Dichter und Sohn der Stadt Guillem Colom i Ferrà geboren wurde. Am Haus Nr. 30 des Carrer Isabel II -Cas Pué-, welches Ihnes als Orientierungspunkt dienen sollte, können Sie nach rechts abbiegen und durch den Carrer Bisbe Nadal –der Bischof Nadalzählte zu den Wohltätern der StadtSóller–, den Carrer Volta Piquera, den Carrer Jesús und den Carrer de Can Tamany schlendern. Im Haus Nr. Des Carrer de Can Tamany ist das gleichnamige Gasthaus untergebracht, an welchem insbesondere das Portal beeindruckt. Wenn Sie nach rechts in den Carrer Quadrado abbiegen, genießen Sie freie Sicht auf den Penyal des Migdia. Am barocken Gebäude des Carrer Quadrado Nr. 9 –Can Roses– fällt das interessant gestaltete Eingangsportal auf. Sehenswert ist weiterhin das an dem kleinen Platz gelegene Haus Nr. 18 mitseinem Rundportal. Den Angaben im Fenster ist zu entnehmen, das das Haus im Jahre 1744 erbaut wurde. Die fensterläden sind aus Holz gearbeitet.

Vom Carrer Quadrado aus gelangen Sie zu einer weiteren Hauptschlagader von Sóller: der Gran Via. An der Kreuzung beider Straßen überrascht das historische Gebäude der Rectoria, welches im Jahr 1896 umgebaut wurde. Hier interessiert insbesondere das mit einem Wappen geschmückte und mit einem Wappen geschmückte und mit einem Zwischenboden ausgestattete Eingangsportal. Ein Blick ins Innere des Geäudes lohnt sich auf alle Fälle.

Im Anschluss werden Sie mit Sicherheit einen Spaziergang unter den Bäumen der Gran Via genießen. Auf dieser Allee ist ein Großteil der modernistischen Gebäude von Sóller konzentriert. Auf der Gran Via kann man unter anderem vor den Gärten von Can Canals (Nr. 8), Can Dulce, dem Kulturzentrum, oder Can Cremat, einem beeindruckenden Palais von 1920, verweilen. Daneben verdienen zahlreiche weitere Gebäude Ihre Aufmerksamkeit. Eine Besonderheit der Bauten sind die schmiedeeisernen Verzierungen an Balkonen und Fenstern. Derartige Elemente finden Sie auch an manchen der öffentlichen brunnen. Am anderen Ende der Gran Via befindetsich die Plaça d’Amèrica. Das Haus Nr. 1 –Can Cetre– gehört zu den schönsten modernistischen Bauten der Stadt. Die Keramikfliesen, die Sie mit Sicherheit bewundern werden, stammen aus der Fabrik La Roqueta. Rechts von der Plaça d’Amèrica gelangen Sie auf dem Carrer Cetre auf eine weitere Hauptstraße von Sóller: den Carrer Mar, welcher zum Hafen führt. Von dort aus geht es zum Stadtzentrum zurück. Doch vorher sollte man sich unbedingt die Casa de sa Diligència, S’Hostal, Can Canals, Can Puig und natürlich das Kulturmuseum anschauen. An der Casa de Sa Diligència (Nr. 44) beeindruckt von allem dieAußenarchitektur. Das Haus Nr. 33, S’Hostal, ist ein interessanter Bau aus dem 16. Jahrhundert, der vor kurzem restauriert wurde. An seiner Fassade Wirkt insbesondere das Rundportal als Blickfang. Am Ende des Carrer Mar angelangt, sollten Sie das Kulturzentrum (Nr. 13) besuchen. Man betritt das Grundstück durch das mit einem heraldischen Wappen verzierte Rundportal, an welchem die Jahreszahl 1740 zu erkennen ist. Mithoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um das Jahr, in dem das Gebäude erbaut wurde. Das Kulturzentrum beherbergt ein ethnologisches Museum, in welchem unter anderem alte Druckerpressen, Skulpturen, religiöse Figuren, Keramikgegenstände, Landwirtschaftliche Werkzeuge und sogar eine alte Küche mit allen typischen Gerätschaften ausgestellt sind. Zusätzlich können Sie die archäologische Abteilung sowie die Kapelle mit ihrem Kreuzrippengewölbe und der farbigen Statue des Heiligen Antonius Abat besichtigen. Ferner besitzt das Museum eine interessante Sammlung von Weihgeschenken.

Wenn Sie nach dieser Besichtigung auf dem Carrer Mar bis zum Rundportal von Haus Nr. 2 zurück laufen und rechts in den Carrer Romaguera einbiegen, gelangen Sie, die Straßenbahngleise vorsichtig überquerend, zu den städtischen Markthallen (rechts). Dort können Sie landwirtschaftliche Produkte aus dem Tal erstehen. Auf der ganz in der Nähe vom Marktplatz gelegenen Brücke bietet es sich an, eine kleine Pause einzulegen, um die fantastische Aussicht auf die Umgebung zu genießen. Vom Marktplatz sollte man dann den Carrer Vives besuchen. Diese Straße gehörtzuden ältesten der Stadt, so dass Sie sich hier im wahrsten Sinne des Wortes auf historischem, jedoch gut erhaltenem Pflaster bewegen. Auf dem Carrer Vives gelangen Sie zur Plaça de la Constitució, dem Zentrum der Stadt. Hier gibt es weitere interessante Gebäude zu besichtigen. Wenn Sie Freude am Detail haben, wird Ihnen mit Sicherheit das Bildnis des Heiligen Sebastian in der linkerhand gelegenen Mauernische auffallen. Auf der Plaça beeindrucken die Bank von Sóller und die Casa de la Vila (oder Can Bordils), doch das zweifelsohne repräsentativste Gebäude des Platzes, wenn nicht des gesamten Tals, ist die Pfarrkirche Sant Bartomeu, welche auch als Bergkathedrale bezeichnet wird. Bevor Sie die Kirche besichtigen, sollten Sie noch einen Blick auf das Portal des Rahtausgebäudes auf dem Carrer Jeroni Esades werfen, dessen Blickfang das Stadtwappen und die Jahreszahl 1733 sind.

Die heutige Pfarrkirche Sant Bartomeu ist das Ergebnis mehrerer Bauphasen, welche allasamt ihre Spuren an dem Gotteshaus hinterlassen haben, so dass dieses Gebäude heute zu den eindrucksvollsten der Gegend gehört. Es wird vermutet, dass der Bau um 1236 vom Probst von Tarragona veranlasst wurde. Im 14. Jahrhundert verfiel das Gebäude zunehmend und im darauffolgenden Jahrhundert wurde es renoviert. Im 16. Jahrhundert bildete die Kirche das Zentrum einer kleinen Festung, welche auf Grund der allgemein unsicheren Lage und der Geschehnisse von 1561 zum Schutze der Bevölkerung errichtet wurde Im 17. Jahrhundert wurde der Bau der Kirche, wie er seit dem 15. Jahrhundert bestand, bedeutend verändert. Teile der romanisch-gotische Bausubstanz wurden zerstört und durch barochke Architektur ersetzt. So erhielt das Gebäude unter anderem ein Gewölbe und eine Kapelle: die Capella del Roser. Auch wurde die Ausrichtung des Gotteshauses vollkommen geändert. Die letzte Restaurierung, im Rahmen derer die Kirche gemäß der Ästhetik des Modernismus umgestaltet wurde, geht auf das Jahr 1904 zurück. Die Außenfassade wurde von dem Architekten Joan Rubió gestaltet.

Das Kirchenschiff des barocken Gebäudes ist etwa 20 m hoch und besitzt keine Seitenschiffe. Das Gewölbe ist in 7 Joche unterteilt. Die Gewölbeschlusssteine sind mit Darstellungen des Heiligen Bartholomäus, der Muttergottes von Bonany, dem Stadtwappen von Sóller, der Muttergottes des Sieges, des Heiligen Petrus und der Muttergottes aus Alabaster verziert. Hinter der Kirche befand sich einstmals der städtische Friedhof. Die rechten Seitenkapellen der Kirche sind dem Sakrament der Taufe, dem Rosenkranz, dem Heiligen Sebastian und dem Heiligen Antonius gewidmet. Die linken Seitenkapellen sind der Andacht an Allerseelen, an die Schmerzensmutter, die Muttergottes vom Karmelberg, an Jesus Christus, die Unbefleckte Empfängnis, den Heiligen Joseph und an Johannes den Täufer vorbehalten. Der Kirchenchor wird von Altaraufsätzen flankiert, deren Gegenstand der Heilige Gregorius Magnus und die Heilige Familie sind. Neben dem Chor liegt die Sakristei.

Die Taufkapelle entstand im Zuge der modernistischen Umgestaltung. Ihr Altaraufsatz wurde 1747 von Lluc Mesquida aus der Eingangstür der ehemaligen barocken Kirche gefertigt. In der 1913 geweihten HerzJesu-Kapelle ist eine Skulptur des Bildhauers Josep Llimona zu besichtigen. Vor der Petrus-Kapelle stimmt eine Gruppe von Plastiken –eine von Guillem Galmés geschaffene Skulptur des Heiligen Petrus, welche von den Figurern der Heiligen Ärzte Cosme i Damià flankiert wird-, auf die Andacht ein. Die Rosenkranz-Kapelle ist die größte der Seitenkapellen. Der Raum mit seinem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes wird von einem mit Bildern von Lluc Mesquida verzierten Tonnengewölbe abgeschlossen. Der Altaraufstz der Rosenkranz-Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert und zeigt Motive zu Ehren der Königin des Rosenkranzes. Die Kapellen des Heiligen Sebastian und des Heiligen Antonius gehen auf das 18. Jahrhundert zurück, die Skulptur des Heiligen Antonius hingegen wurde im 20. Jhrhundert von Guillem Galmés geschaffen. Zwischen den beiden Kapellen führt ein barockes Marmorportal zum alten Friedhof.

Vor dem 1937 restaurierten Altaraufsatz, der dem Heiligen Gregor dem Grobßen gewidmet ist, befindet sich eine Statue des Heiligen. Besondere Aufmerksamkeit verdient hier die gotische Muttergottes-Statue, die 1561 von den Mauren beschädigt wurde. Der nächste Altaraufstz in der Nächste Altaraufsatz in der Nähe des Chors zeigt Motive der heiligen Familie.

Vor dem Chorhaus steht ein größeres Barockretabel, das von Lluc Mesquida, Damià Oliver und eeiteren Bildhauern und Malern geschaffen wurde. Die Statue des Heiligen Bartholomäus ist das Werk Joan de la Conchas (1738); die Statue der Muttergottes von Bonany hingegen wurde von Guillem Carbonell gearbeitet. Das mit rot-schwarzem Marmor ausgestattete PresbYterium stammt aus dem 19. Jhrhundert. Auf dem am Gewölbe angebrachten Stadtwappen von Sóller ist das Datum der Fertigstellung des Hochaltars –1947– vermerkt.

In der Sakristei, wolche ursprünglich als Zufluchtsort diente, sind wertvolle Gegenstände ausgestellt. Hier beeindruckt insbesondere das gotische Tafelbild mit Motiven zum Gedenken des Heiligen Bernhard.

Die erste der linken Seitenkapellen, die Allerseelen-Kapelle, eststand im Zuge der modernistischen Umgestaltung. Die hier aufgestellte Christus-Skulptur ist das Motiv der Kreuzabnahme am Karfreitag. Vor der Kapelle befindet sich eine Plastik der Grotte von Bethlehem. Die nachfolgede Kapelle ist der Schamerzensmutter gewidmet und beherbergt eine Skulptur aus dem 20. Jahrhundert. Zu Füßen der Statue ist eine aus dem 14. Jahrhundert stamende Alabasterfigur der Muttergottes aufgestellt. Vor der Kapelle der Muttergottes vom Karmelberg steht eine farbig bemalte Holzfigur aus dem 18 Jahrhundert. In der nachfolgenden Jesus-Kapelle befindet sich ein aus Stein und Zement gearbeiteter Altaraufsatz aus dem 19. Jahrhundert. Die Kapelle beherbergt des eeiteren eine Skulptur des Heiligen Markus, die von Salvador Torres gearbeitete Heiligenfigur vor der Kapelle der Unbefleckten Empfängnis stammt ebenso aus dem 19. Jahrhundert. Die beiden letzten Kapellen sind dem heiligen Joseph sowie Johannes dem Täufer gewidmet.

Nach der Besichtigung de Pfarrkirche kann man dann den Straßenbahngleisen folgend zur Bahnstation von Sóller, dem Ausgangspunkt diese Spazietgangs, zurück schlendern.

Die beschriebene Stadtroute sollten Sie am besten für einen Samstag einplanen, da die Markthändler an diesem Wochentag auch in den Nebenstraßen außerhalb der Markthalle mit ihren Ständen vertreten sind.

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3. SÓLLER II (Ses Escolàpies, la Sang und die Posades)

Auf diesem Spaziergang lernen Sie den östlichen Teil von Sóller kennen. Susgangspunkt der Route ist wieder die Bahnstation, von welcher aus Sie die Plaça d’Espanya mit dem Denkmal zur Erinnerungan die Opfer des spanischen Bürgerkriegs (1940) überqueren. Am Haus Nr. 14 auf dem Platz kann man eines der vielen baulichen Details bestaunen, die den typischen Charme der Architektur von Sóller ausmachen: nämlich eine der Kapellen, welche die Stationen des ursprünglich von der Pfrrkirche Sant Bartomeu bis zum Franziskanerkloster verlaufenden Kreuzwegs markieren. Vor dem Betrachter erhebt sich der stattliche, fünfstöckige Glockenturm der Kapelle, der von einer pyramidenförmigen neogotischen Kuppel gekrönt wird. Die Mittel für die Fertigstellung des Baus um 1900 wurden von Auswanderern aus Sóller gestiftet. Wenn Sie nun am Friedhof und dem Glockenturm vorbei dem Carrer de Santa Bárbara und dem anschließenden Carrer Joan Baptista Ensenyat folgen, laufen Sie auf dem Kreuzweg um die Kirche herum. Wer die Route aufmerksam verfolgt, wird sicherlich feststellen, dass die von uns vorgeschlagene Strecke bis hierher an drei der den Kreuzweg säumenden Straßenkapellen vorbei führt. Nun gelangt man zur Plaça de la Constitució, einem wunderschönen Platz, an dem sich ein Großteil des sozialen Lebens von Sóller abspielt. Auf der Plaça sollte man sich etwas Zeit nehmen und zwei weitere Sehenswürdigkeiten besichtigen: zum einen den Springbrunnen, dessen Bau 1815 vom damaligen Bischof von Sóller, Bernat Nadal, in Auftrag gegeben wurde, und zum anderen den Trinkbrunnen, an dem man sch wie an den vielen anderen der Stadj jederzeit erfrischen kann. Vor der kleinen Kapelle am Haus Nr. 1 beeindruckt das unter Mitarbeit von Joan Rubió errichtete modernistische Gebäude der Banc de Sóller. Obwohl die Bank bereits 1889 mit den Mitteln der nach Sóller zurückgekehrten Auswanderer gegründet wurde, konnte das Gebäude erst 1912 eingeweiht werden. An der Fassadenfront fallen insbesondere die doppelte Balkonreihe mit der Inschrift BANCO SOLLER sowie die Embleme des Stadtwappens –Löwe und Sonne– auf. Auch die schmiedeeisernen, außerordentlich präzise gearbeiteten Fenstergestänge verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Über den Carrer Bonany gelangt man dann zum Carrer Metge Mayol, wo man vor dem Haus Nr. 2 halt machen kann. Hier steht etwas versteckt eine weitere Straßenkapelle, welche ein Bildnis des Heiligen Sebastian aus dem 19. Jahrhundert beherbergt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Heilige Sebastian gegen Seuchen wie die Pestangerufen wurde. Zurück aut der Verlängerung des Carrer Bonany, der hier Carrer Sant Bartomeu heisst, können Sie vor dem Haus Nr. 7., der Casa de Cas Boter, pausieren und die bunt bemalten Ziegel am Fassadenvorsprung betrachten. Neben den verschiedenen Motiven und Pflanzendarstellungen werden Sie hier die Inschrift ALS 251797 A.S bemerken, welche Ihnen das Alter der Dachkonstruktion verrät. Ein Stück weiter entfernt findet man auf der rechten Straßenseite eine der vielen Posades, an denen diese Route vorbeiführt. Die Posades stammen aus der Zeit, in der die Besitzer der wichtigsten Landgüter des Tals als Symbol von Macht und Wohlstand einen Wohnsitz in Sóller unterhielten. Das Haus Nr. 24, die Posada Cas Xorc, können Sie an seinem mittelalterlichen Eingangsportal mit dem aus Keilsteinen gebildeten Rundbogen erkennen. Vorbei an den anderen steinernen Rundportalen der Straße können Sie einen Blick auf den Carrer Sant Joan werfen, welcher noch sein ursprüngliches Straßenpflaster bewahrt. Wenn sie weiter dem Carrer Bartomeu folgen, beachten Sie bitte, dass dieser ab der Kreuzung zum Carrer Batac den Namen Carrer Bisbe Mateu Colom trägt.

Linkerhand sehen Sie nun eines der eindrucksvollsten Gebäude dieses Spaziergangs: die Capella de ses Escolàpies, ein ehemaliges Kloster des Piaristenordens. Heute beherbergt das Gebäude die Stadtbliothek, und ein Altenheim.

Aus der Zeit, in denen die Anlage als Kloster fungierte, sind das Hauptportal des Konvents und die Kapelle erhalten geblieben. Letztere wird heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Das ehemalige Gotteshaus wurde von Bartomeu Ferrà im neogotischen Stil entworfen und weist einen rechteckigen Grundriss auf. Das Kirchenschiffwird von drei Spitzbögen überspannt. Im Inneren der Kapelle lohn ein Blick auf den hölzernen Altaraufsatz, vor welchem eine statue der Heiligen Jungfrau aufgestellt ist. Die Skulptur der Jungfrau wird von einer Plastik des Heiligen Joseph, dem Schutzheiligen der Arbeiter, und einer Figur des Heiligen Joseph von Calassanç flankiert. Nach der Besichtigung der Kapelle geht es weiter auf dem Carrer Bisbe Colom (Bischof von Osca). Am Carrer Josep Rullan i Mir, der nach einem der bedeutendsten lokalen Historiker benannt ist, biegen Sie nach links ab. Suvor sollten Sie jedoch der Umzäunung von Can Cambuix, welche den im hinteren Bereich gelegenen Garten von den Häusern abgrenzt, Ihre Aufmerksamkeit schenken. Der Carrer Rullan i Mir führt dann zum Carrer de la Lluna, eine der ältesten und bemerkenswertesten Straßen von Sóller. Hier Biegen Sie nach links ein. Im Carrer de la Lluna interessiert zunächst die fassade von Can Cambuix (Nr. 128), gefolgt von der Fassade von Can Prunera (Nr. 90), welche zu den schönsten und besterhaltensten modernistischen Baudenkmälern der Stadt gehört. Die Außenfront des Gebäudes wurde zwischen 1909 uns 1911 fertig gestellt und bietet ein überzeugendes Beispiel für die harmonische Verbindung der Materialien Stein, Eisen und Holz. Auch das Eingangsportal des Gebäudes, das eine Sammlung modernistischer Möbel beherbergt, verdient Ihre Aufmerksamkeit. Auf dem Carrer de la Lluna erwarten Sie noch weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die beiden im traditionellen Stil erbauten Wohnhäuser Can Massana und Can Moana (Nr. 71 und Nr. 69) und die Kapelle des heiligen Christus, die an dasMysterium erinnert, demzufolge die Christusfigur im 16. Jahrhundert einmal Blut geschwitzt haben soll. Am Trinkbrünnchen vorbei gelangt man dann zur Casa de la Lluna (Nr. 50). Obwohl die Geschichte des Huses bis ins 15. Jahrhundert zurück reicht, vermutet man, dass die gleichnamige Straße seit noch viel längerer Zeit besteht. An der Außenfasssade des Gebäudes beeindrucken vor allem das aus Keilsteinen errichtete Portal, das Fenster im ersten Stock sowie das eigenartige Halbrelief aus Sandstein, das einen Mond zeigt. Wenn man nun rechts abbiegt, gelangt man vom Carrer de la Lluna in den mittelalterlichen, gut gepflasterten Carrer de l'Hospici, der Sie mit Sicherheit begeistern wird. Hier interessieren vor allem die Residenz Unserer Heiligen Jungfrau des Sieges, die Erlöserkirche des Spitals und die Posada Moncaire. Die Residenz Unserer Heiligen Jungfrau des Sieges befindet sich auf der rechten Straßenseite, auf dem Grundstück des ehemaligen Armenspitals (1234). Die Eerlöserkirche des Spitals liegt gleich nebenan. Das ursprüngliche Kirchengebäude wurde im 16. Jahrhundert zum Gedenken an den Sieg über die Osmanen errichtet und im 19. Jahrhundert im Sinne der neogotischen Ästhetik umgestaltet. Das rechteckige Kirchenschiff wird von einem Tonnengewölbe überspannt. Vor dem Altaraufsatz steht eine Figur des Gottessohns und Erlösers aus dem 16. Jahrhundert. Anstelle der Seitenkepellen sind mit Gemälden des Heiligen Antonius von Padua, der Heiligen Jungfrau des Sieges und der Heiligen Rita von Cascia geschmückte Nischen in die Seitenwände des Kirchenschiffs eingelassen. Wenn Sie nach der Besichtigung der Erlöserkirche auf die andere Straßenseite wechseln, wird Sie ein weiteres eindrucksvolles Gebäude überraschen: die Posada Montcaire (Carrer de l'Hospici Nr. 7). Dieses Gebäude wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, als sich der neoklassische Stil gegenüber dem barochken Stil durchzusetzen begann. Als bemerkenswerte Elemente sind hier vor allem das wunderschöne Rundportal und die gut erhaltenen, bunden Dachziegel mit den zahlreichen Blumenmotiven hervorzuheben. Fast gegenüber der Casa Moncaire, im Carrer Bàlitx, befindet sich eine der repräsentativsten Posades von Sóller: die Posada de Bàlitx (Haus Nr. 7). Diese Residenz wurde im 17. Jahrhundert im klassischen Barockstil erbaut und ist somit noch älter als die Casa Moncaire.

Wenn man nun auf dem Carrer Bàlitx weiter zum Carrer de la Victòria de l'Onze de Maig schlendert und fort links abbiegt, gelangt man zum Carrer de la Lluna zurück. Ein paar Meter vor der Plaça de la Constitució Hält der Carrer de la Lluna mit der 1758 erbauten Posada Can Prohom (Nr. 16) eine weitere Überraschung für Sie bereit. An diesem Gebäude wird Ihnen mit Sicherheit der Holzvorbau und der Einblick in den Innenhof gefallen.

Auf der Plaça de la Constitució endet der zweite Rundgang durch Sóller, welcher Sie mit den Kirchen und Posades der Stadt vertraut gemacht hat.

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4. BINIARAIX

Wenn man von Sóller kommt, trifft man kurz vor dem Ortseingang von Biniaraix auf die alte Brücke von Biniaraix, die 1886 wiederhergestellt wurde, nachdem eine verheerende Wasserflut sie mit sich gerissen hatte. Nun wird der Weg steil und führt am Bach entlang, durch duftende Orangen-und Zitronenbäume, umrahmt von den Gipfeln von S'Arrom, Els Cornadors und dem Puig de l'Ofre, bis hinauf zñum Weiler biniaraix. Kurzbevor man diesen Ort betritt, geht man, in einer doppelten Wegbiegung, den Carrer de Sant Guillem hinauf, eine steil aufragende Freitreppe aus Stein, die sich auf der linken Seite befindet. Hlten Sie Hier einen Augenblick an, um die im Schatten der Zürgelbäume liegende Landschaft zu bewundern, wie es auch der argentinische Maler Francesc Bernareggi (1878-1959) in den Jahren tat, als er in dem kleinen Haus lebte, das sich an der Ecke erhebt (Es Pujador). Auf der Spitze der Treppe befindet sich ein kleiner Platz mit einem Steinbrunnen, der an die Mauer der Terrasse und des Hauses gebaut ist, in dem der Maler Juli Ramis lebte. Nachdem man seinen Durst gestillt hat, lässt man die neugepflasterte Straße Carrer de Sant Salvador links liegen und steigt weiter hinauf, vorbei an auf Felsen aufgetürmten Häusern, Laternen, steinernen Wasseetrögen und... dem Stein, immer wieder dem Stein als schmückendem Element. In Biniaraix scheint die Zeit still zu stehen; die Einsamkeit, die Stille und die Ruhe sind überall in diesem kleinen Ort mittelalterlichen Ursprungs gegenwärtig, der einem Feenmärchen entsprungen xu sein scheint. Gleich darauf folgt Ca ses Monges (Sant Guillem, 9), ein Gebäude, das früher ein Kloster und eine Schule fuür Vorschulkinder und kleine Mädchen warn, ñund von den Barmherzigen Schwestern geführt wurde. Das Haus daneben ist Ca s'Àngel (Sant Guillem, 7), wo ein kleines, mittig geteiltes Fenster mit Spitzbögen anzeigt, wo sich die Klosterkapelle befand. Gleich gegenüber liegt Can Beia (Sant Guillem, 12) aus rustikalen Mauerwerk und mit einem großen, bemerknswerten Rundbogenportal. Danch kommt das Kulturhaus, mit einer Steintafel, die an den Lehrer Miquel Bisbal und den Ort erinnert, an der sich die öffentliche Schuler für Jungen befand (Sant Guillem, 1).

Fas ohne es zu bemerken, ist man nun an der Plaça de la Concepció angelangt. Der Platz und die angrenzenden Häuser, Can Ribera und Can Det, bildeten vermutlich den alten maurischen bauernhof von Biniaraix, der dem Ritter Guillem de Torrella von seinem Onkel, dem Bischof von Girona, nach der Eroberung Mallorcas durch König Jaume I zugeteilt wurde. Der Haupteingang zu Can Det befindet sich bei der Nr. 2 des Carrer de Sant Guillem. Es ist ein großes, ummauertes Rundbogenportal aus dem Stein der Muleta-Höhlen, mit langen, sehr schmalen Keilsteinen, einer Tür aus Maulbeerbaumholz und Nägeln aus Weicheisen. Der Teil, der an den Platz angrenzt, ist die ehemalige Ölmühle. Die Hauptfassade von Can Ribera geht auf den Carrer de la Trinitat (Nr. 27) hinaus. Ihre bemerkenswertesten Elemente sind das Rundbogenportal und die Quadersteine, die strukturell mit dem oberen Fenster mit Oberschwelle verbunden sind. Die Wände sind aus Stein, mit verputzten Fugen und Steinchenverzierung. Der Inschrift auf dem Gesims zufolge wurde das jetzige Gebäude im Jahre 1580 erbaut. Der Erhaltungszustand ist regulär, und die Konstruktion weist ein Dachgesims auf, das aus drei verzierten Traufziegel-Gebinden und einem weiteren Gebinde aus unverzierten Nonnenziegln besteht. Es ist höchs interessant, die abwechslungsreiche Dekoration zu betrachten, die pflanzliche, geometrische, anthropomorphe, astrale und religiöse Motive aufweist, nebst der Darstellung einiger Arbeistswerkzeuge, allesamt in Schwarz und Rot.

Man nimmt an, dass der Bau der L'església de la Immaculada Concepció ("Kirche der unbefleckten Empfängnis") von Biniaraix im Jahre 1587 auf Initiative der Dorfbewohner begonnen, aber erst 1634 abgeschlossen wurde, als der bischöfliche Visitator befahl, ihr eine Sakristei hinzuzufügen und das Altarbild zu malen. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert säkularisiert, in der Folgezeit baulich instandgesetzt und mit einem neuen Altarbild versehen, das heute noch zu sehen ist. Sie warvon 1937 bis 1989 vicaria in capite. Diese Kirche hat praktisch keine Fassade, da sie zwischen den Häusern eingezwängt ist. Man sieht nur das Hauptportal, das sich am Ende einer steinernen Freitreppe mit eisenbrüstung befindet, und aus einem Doppelrundbogen besteht, über dem sich ein quadratisches Fenster öffnet. Links vom Hauptportal erhebt sich der Glockenturm aus dem 19. Jh., der eine Höhe von neunzehn Metern hat. Er setzt sich aus vier geweißten Köpern quadratischen Grundrisses zusammen und wird von einer vierseitigen Pyramide aus weissen Keramikfliesen gekrönt. An der Südwand befindet sich eine Sonnenuhr. Die Kirche hat nur ein Schiff, dessen Fläche 330 Quadratmeter beträgt und das eine Höhe von zehn Metern erreicht. Die Decke besteht aus einem Tonnengewölbe und ist in 5 Abschnitte unterteilt. An jeder Seite des Schiffs befinden sich drei Kapellen mitKreuzgratgewölbe, die sich unter Rundbögen aus Kalkstein erstrecken. Im ersten Abschnitt liegt der Chor, der von drei durch kegelstumpfförmige Säulen mit einfachem Santanyí-Steinkapitell gedrückten Bögen gestütztwird, und ein Geländer aus Eisen und Holzpfeilern hat (19. Jh.). Die Kapellen werden nun vom Eingangsportal aus beschrieben, wobei die Orientierung immer nach rechts geht.

Der Eingang zur Kirche verläuft über die erste Kapelle rechts. Anschließend kommt die Capella der Cor de Jesús (Herz-Jesu-Kapelle) und danach die des Heiligen Christus. Die Wäde dieser letzten Kapelle und die der Taufkapelle sind teilweise mit blauen Keramikfliesen ausgelegt. An der Stätte des Altarbilds befindet sich eine Christusstatue aus Paste aus Olot. Nun gelangt man zur Sakristei mit Kreuzgratgewölbedecke, in der eine Malerei aus dem 17. Jh. Aufbewahrt wird, die das Fegefeuer darstellt. Die nächste Kapelle ist die größe, die von einem hölzernen Altarblatt beherrscht wird, dessen Schnitzwerk die Unbefleckte Empfängnis darstellt. In der Taufkapelle ist das freistehende Taufbecken zu sehen, das von der Herzogin von Zayas gestiffet wurde. Es handelt sich dabei um die ehemalige Pferdetränke des Landbesitzes Can Ribera. Die Kapelle des Heiligen Antonius von Viana, die unter der Schutzherrschaft des Lndbesitzes Pla del Bisbe steht, verfügt über ein Altarblatt aus Holz mit der Statue des Heiligen Abtes Antonius. Die letzte Kapelle ist die des Heiligen Franziskus, mit einem barocken Altarblatt, das aus Lloret de Vistalegre stammt und von seinem Schutzherrn, dem Baron de Pinopar vom Landbesitz Cas Don geschenkt wurde. Die mittlere Mauernische ist mit der Statue des Heiligen Franziskus bestückt. Interessant sind die im Flachrelief ausgeführten Stationen des Kreuzweges auf von den Wandpfeilern hängenden Gefäßen aus Mahagoniholz, die zu Beginn des 20. Jh. Erworben wurden.

Beim Verlassen der Kirche geht man nach links in den Carrer de Sant Josep, bis man zu Cas Don (Sant Josep, 10) gelangt. Dabei handelt es sich um ein Gebäude aus dem 17. Jh. mit einem nüchternen Rundbogenportal, an dessen Spitze sich das Wappenschild der Barone von Pinopar befindet. Die Fassade ist ganz aus Stein und weist verputzte Fugen und Steinchenverzierungen auf. Zu beachten sind die massiven Fenster und vor allem die wulstförmigen Brüstungen. Nach dem Hautportal kommt ein großer, gepflasterter Innenhof, um den herum sich die Räumlichkeiten des Hauses gruppieren. Beachten Sie die landwirtschaftlichen Gerätschaften des Windfangs und den eleganten Flachbogen, durch den man zum Innenhof gelangt. An der Seitenfassade, unter einem überhängenden Säulengang, befand sich das Loch, in das die Oliven entladen wurden, um in der Ölmühle gemahlen zu werden. In der Wegbiegung sieht man einige öffentliche Waschplätze, die noch immer benutzt werden und wahrscheinlich im 18. Jh erbaut wurden, um das Wasser eines nahegelegenen kleinen Brunnens zu nutzen. Interessant sind die Anordnung der Waschplätze, die Bauweise des Dachs und das Wasserleitungssystem. In dem am Gebäude angrenzenden Garten steht ein kleines Denkmal (1995) zum Gedenken an die Pfadfindergruppen von Sóller.

Dann geht man den Carrer de Sant Josep wieder zurück und geht weiter den Carrer de la Trinitat hinunter, wo es ein weiteres Haus mit verziertem Dachgesims gibt, Can Rei (Nr. 32). Zur linken und zur Rechten gibt es sehenswerte Ecken, wie die von Haus Nr. 12, oder denbegrünten Platz rechterhand, der über eine Steintreppe zu erreichen ist.

Einige Meter weiter entdeckt man eine Steintafel zum Gedenken an den Maler Bernareggi. Auf diese Veise gelangt man zum Ortseingang, wo man erneut auf den Carrer de Sant Guillem stößt.

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5. S’ALQUERIA DES COMTE

Um das kleine Dorf s'Alqueria des Compte zu besuchen, verlassen Sie Sóller über den Carrer de la Lluna. Die selbe Straße heißt anschliessend Carrer de s'Alqueria des Comte, wo sich alle interessanten Plätze dieser Route konzentrieren, und über die man von Sóller nach Biniaraix gelangt. Am Haus Nr. 18 liegt Can Pepo-rosso, ein modernistisches Gebäude, das sich durch die Verwendung von gelblichen Steinen an den Tür-und Fensterstürzen auszeichnet. Weiter oben bei Hausnummer 51 befindet sich das Mühlengebäude von Can Negre mit seinem eindrucksvollen Portal. Das nächste Ziel ist die Wegkreuzung von Fornalutx und Biniaraix, an der sich die Brücke und das Kreuz von S'Alqueria des Comte befinden, das im Jahre 1886 per Volksentscheid als Ersatz für jenes Kreuz errichtet wurde, welches in einer kleinen Kapelle verehrt wurde, die einige Meter weiter unten stand und im Jahr davor durch ein Hochwasser vernichtet worden war. Das Kreuz ist aus Sandstein, steht auf einem Unterbau und ist durch Eisengitter geschützt. Der Schaft ist achteckig und hat eine kreuzblume in Form eines Tambour, die das Kreuz hält, mit einem Christusrelief auf einer Seite und Blumenornamenten an den Enden der Arme. Neben dem Kreuz befindet sich Ca na Lluïsa (Ozones, 1), das eines de für den modernistischen Stil von Sóller typischsten Gebäude ist, leider aber durch nachfolgende Umbautenbeträchtlich verunstaltet wurde. Setzt man den Weg nach Biniaraix fort, gelangt man zu Ca n'Ozones (Ozones, 8), ein im Jahre 1791 errichtetes und später erweitertes Haus mit nüchterner Fassade, einem großen Rundbogenportal, einem von sieben glatten Wandvorsprüngen gestützten Balkon und einer einfachen Eisenbrüstung. Auf der anderen Straßenseite sieth man einen Teil des Bewässerungskanals der Quelle von S'Ullet, die einige hundert Meter weiter entspringt und vermutlich zur Zeit der Maurenherrschaft kanalisiert wurde. Kurz darauf beendet man die Route bei der Kirche L'església de s'Alqueria des Comte (Ozones, 26), ein ehemaliges Bethaus, das Kraft des Testaments von Pfarrer Lluc Colom "Calobra" vom 19. September 1677 erabut wurde. Im Jahr 1694 war die Kirche bereits fertiggestellt und wurde von zwei durch die Stadtverwaltung ernannte Hofmeister verwaltet, die sich um die Pflege und den Kultus kümmerten. Im Jahr 1920 vertraute der Bischof das Bethaus der Kongregation von Sant Felip Neri an. Die Ordensbrüder erwarben das Haus und das angrenzende Grundstück recht bald, fügten der Kirche eine Kapelle hinzu, richteten in ihr das Kloster ein und eröffneten eine Knabenschule, die bis vor einigen Jahrzenten noch in Betrieb war. Die Kirche ist von solider Bauweise aus Stein und Mörtel, mit behauenen Kanten, deren Schönheit in ihrer robusten Einfachheit besteht. Die Fassade ist glatt, mit hervorspringenden Fugen und Steinchenverzierungen. Über dem herrschaftlichen Rundbogenportal aus großen Keilsteinen befindet sich ein rundes Oberlicht aus Buntglas, das ein Kreuz darstellt. Am vorderen Giebel befindet sich ein kleines Steinkreuz, und am hinteren die Glockenmauer. Das Hauptportal wird durch einen überhängenden Söller aus Holz und Ziegeln geschützt. Der Eintritt ist durch zwei Türen möglich: durch die Haupttür, die zum Carrer s'Ozones hinausgeht, und durch die Seitentür der Hausnummer 1 des Carrer d'Empúries. Die Kirche besteht aus einem rechtwinkligen Schiff, dessen Fläche einundsiebzig Quadratmeter beträgt und das fast acht Meter hoch ist. Die Decke besteht aus einem tonnengewölbe und wird durch einen ein wenig hervortretenden Gurtbogen, der auf glatten Wandpfeilern ruht, in zwei Abschnitte geteilt. An den Wänden des Schiffs verläuft über den Wandpfeilern ein sehr einfaches, klassisches Hauptgesims. Das Presbyterium ist schmaler als das Schiff, weist einen trapezförmigen Grundriss und ein trichterförmiges Gewölbe auf, das himmelblau gestrichen und mit Sternenreliefs versehen ist. An der rechten Wand öffnen sich zwei große Mauernischen, die unter hervorstehenden Rundbögen in die Wand eingelassen sind. In der ersten Nische steht die Statue des Heiligen Augustin im Bischofsgewand, mit dem Stab und einem offenen Buch in der rechten Hand. In der zweiten steht die Herz-Jesu-Statue. An dem Wandpfeiler, der den Bogen stützt, steht unterhalb eines kleinen Baldachins, die Statue der Gnadenvollen Jungfrau, die von einer Konsole mit Engelsrelief gestützt wird. Die Hauptkapelle ist der Unbefleckten Empfängnis gewidmet. Das Altarblatt ist aus Holz und wird von einem grossen Gemälde beherrscht, das des Überlieferung nach aus Rom eingeführt wurde. Dargestellt ist die Unbefleckte Empfängnis umgeben von Engeln, mit den Bildnissen des Heiligen Lukas und des Stifters in demutsvoller Haltung zu seinen Füßen. Den oberen Teil nimmt ein Bildnis des Heiligen Bartholomäus ein, das mit dem Wappenschild der Familie Colom Versehen ist. Der Tabernakel (1907) ruht auf einem stuckierten Unterbau und wird von einem Osterlamm aufeinem vielstrahligen Hintergrund gekrönt. Der Altar besteht aus grauem Marmor und wird von fünf rotgesprenkelten Säulen gestützt. An der rechten Wand der Kapelle befindet sich eine Darstellung der Passion und auf der linken eine weitere der Schmerzensreichen Jungfrau (18 Jh.). An der linken Kirchenwand befindet sich innerhalb des ersten Abschnitts unter einem Rundbogen die Kapelle des Heiligen Felip Neri, die von quadratischem Grundriss ist und ein Kreuzgratgewölbe hat. Das Altarblatt und der Holzaltar werden von einem farbigen Schnitt des Heiligen Felip Neri in Priestertracht beherrscht, der in Extase auf einer Wolke dargestell ist. Das Bild ist in eine Muschel-Wandnische angebracht, su deren Seiten sich eine gewundene Säule mit korinthischem Kapitell und ein Stamm auf einer Plinthe befindet, über der sich ein Hauptsgesims mit Muschelschalen und Grotesken in Friesrelief erstrecken. Der Höhepunkt des Altarblatts ist ein Gemälde der Büste des Heiligen Felip Neri mit Soutane, weißem Bart und einem Rosenkranz in den Händen. An der Rechten Wand der Kapelle gibt es einen weiteren Holzaltar mit einem Altarbild, das die Szene der Erscheinung der Heiligen Mutter Gottes von Lourdes vor Bernadette darstellt. Eingerahmt wird die Wandnische von einem Rundbogen, der von zwei prallen und teilweise gerillten Säulen gestützt wird. Auf beiden Seiten des Altarblattes stehen zwei Statuen: Die der Heiligen Teresa von Lisieux mit Kreuz und Rosenstrauß in den Händen, und die des Heiligen Antonius von Padua mit dem Jesuskind auf den Armen. Am Linken Wandpfeiler des Schiffes befindet sich unter einem kleinen Baldachin die Statue der Heiligen Therese in der Ordenstracht der Karmeliterinnen mit einem geöffneten Buch in den Händen. Die folgende Wandnische beherbergt die Statue des Heiligen Josef mit einem Stock und dem Jesuskind auf dem linken Arm.

Wenn man die Kirche verlässt, sieht man auf der anderen Straßenseite (Ozones, 23) ein Haus im volkstümlichen modernistischen Stil, mit eingeritzten Blumenornamenten und dem Schlussstein der Oberschwellen in Flachrelief.

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